Baumfällungen und Neupflanzungen: Transparent und ehrlich bleiben.

Veröffentlicht am 11.03.2017 in Presse

SPD Kronberg appelliert an KfB, die von ihr zu Recht eingeforderte Transparenz einzuhalten und die Bürgerinnen und Bürger nicht mit – vielleicht unwissentlich – falschen Aussagen zu verunsichern

Am Bahnhofsareal mussten mehr als 100 Bäume gefällt werden, um den Bau von
Kammermusiksaal und Studienverwaltungszentrum der Kronberg Academy vorzubereiten.
Wir finden: Es ist mehr als verständlich, dass sich Bürgerinnen und Bürger kritisch dazu
äußern. Aber:
Auch die Stadtverordneten der KfB wussten, dass Bäume gefällt werden.
Gegen Baumfällungen wenden sich einzelne KfB-Stadtverordnete an die Öffentlichkeit: jetzt, wo
alle Entscheidungen für die Neugestaltung des Bahnhofsareals im Stadtparlament getroffenen
sind – begleitet von öffentlichen Informationsveranstaltungen, Planungsworkshops und
Stadtentwicklungkonzepten.
Die Angaben der KfB zur Zahl der Neupflanzungen entsprechen nicht den Tatsachen und
nicht der politischen Transparenz. Deshalb möchten wir die Bürgerinnen und Bürger über
die tatsächliche Sachlage informieren.
Mehrheit für den Siegerentwurf aus dem Architektenwettbewerb – inklusive
der KfB.
Die Planung für die Bauvorhaben am Bahnhof resultiert aus einem internationalen
Architektenwettbewerb, der mehrfach öffentlich vorgestellt wurde und diskutiert werden konnte.
Dem Siegerentwurf stimmte auch die Fraktionsvorsitzende der KfB zu und fand ihn verfolgenswert.
Dass für den Bau mehrerer Gebäude Bäume gefällt werden müssen, war und ist eine logische
Folge: Wo Gebäude entstehen sollen, können nicht alle Bäume stehen bleiben. Wir sagen: Wenn
die KfB die Baumfällungen hätte verhindern wollen, hätte sie dies von Anfang sagen müssen.
Nicht 1, sondern 40 neue Bäume und lebende Dächer.
In einem Artikel in der Taunuszeitung vom 3. März sagt der KfB-Stadtverordnete Dr. Eichhorn, es
solle für alle gefällten Bäume nur ein (Mammut-)Baum gepflanzt werden. Richtig ist:
- Jeder Baum, der unter die städtische Baumschutzsatzung fällt, muss ersetzt werden:
- Am Bahnhofsareal wurden 25 solcher Bäume gefällt, für die 29 neue Bäume gepflanzt oder
Ablösen bezahlt werden muss.
- Einer der neuen Bäume wird wieder ein Mammutbaum sein.
- Die Dächer der neuen Gebäude werden "lebende Dächer" mit extensiver Dachbegrünung
sein.
- Weitere 11 Bäume, die um das Parkdeck herum standen, müssen ersetzt werden.
- Im Zuge der Freiflächengestaltung des Bahnhofvorplatzes und entlang der
Verbindungsstraße zwischen Bahnhofstraße und Ludwig-Sauer-Straße werden weitere
Bäume gepflanzt werden.
Insgesamt werden allein aus der Verpflichtung der Baumschutzsatzung 40
Ersatzpflanzungen vorgenommen werden.
Die SPD steht sehr für Meinungsvielfalt und auch kritische Auseinandersetzung. Meinungsvielfalt
und Auseinandersetzung funktionieren aber nur auf der Basis einer sachlichen Debatte, auf der
Grundlage von Fakten.
"Wir appellieren an die KfB, die von ihr zu Recht eingeforderte Transparenz einzuhalten und
die Bürgerinnen und Bürger nicht mit – vielleicht unwissentlich – falschen Aussagen zu
verunsichern.", bitten SPD-Fraktionschef Christoph König und Fraktions-Vize Wolfgang
Haas.

 

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