Das Zusammenwirken von Politik, Verwaltung und Stadtgesellschaft ist unerlässlich.
Kronberg, 3.11.2015. Nach den Informationsveranstaltungen mit den Bewohnern des Altkönig-Stifts und den Anwohnern der Feldbergstraße zu dem geplanten Bau von Wohnungen dort setzt die SPD darauf, auch weiterhin in konstruktivem Miteinander die auf Kronberg zukommenden Integrationsaufgaben anzugehen.
„Es ist die gemeinsame Aufgabe der Stadt und der Kronbergerinnen und Kronberger, diese Menschen, die auf der Flucht vor Krieg, Gewalt und Not zu uns kommen, bei uns aufzu-nehmen und sie angemessen unterzubringen“, sagt Christoph König, Vorsitzender der SPD-Fraktion in der Stadtverordnetenversammlung. Politischer Konsens in Kronberg sei es, dass Gemeinschaftsunterkünfte nicht mehr als 60-80 Menschen beherbergen sollen und auch die Auswahl von Standorten in allen drei Stadtteilen werde einvernehmlich getragen.
Bislang sind rund 180 Flüchtlinge nach Kronberg gekommen, die meisten aus Syrien, Pakistan und Albanien. Angesichts der aktuellen Entwicklung wird ihre Zahl weiter wachsen. Im kommenden Jahr werden deshalb in Kronberg voraussichtlich bis zu 400 Flüchtlinge erwartet. Sie, aber auch diejenigen, die schon ihr Anerkennungsverfahren abgeschlossen haben, benötigen bezahlbaren Wohnraum in der Stadt. „Deshalb sind provisorische Lösungen nicht sinnvoll“, so Christoph König weiter. In Kronberg mangele es ohnehin schon heute an bezahlbarem Wohnraum. Dieses Problem werde durch wegfallende geförderte Wohnungen in den kommenden Jahren noch verschärft.
„Der Zeitdruck tut ein Übriges, so dass es notwendig ist, schnell zu handeln. Die jetzt zur Bebauung vorgesehenen Flächen an der Feldbergstraße, aber auch am Grünen Weg sind bereits seit langem im Regionalen Flächennutzungsplan als Wohnbaugebiet ausgewiesen“, erläutert König und gibt sich optimistisch.Die bisherigen Erfahrungen in Kronberg hätten gezeigt, dass durch eine umsichtige Planung und durch die unermüdliche Arbeit der zahlreichen Helfer, die Aufnahme der Flüchtlinge gut gelingt. Anfangs geäußerte Sorgen der Nachbarn hätten sich nicht bewahrheitet. Auf diesem Wege gelte es nun mit Bedacht und Augenmaß voranzuschreiten. Dazu gehöre zuallererst umfassende Information. Die Sorgen und Bedenken der Kronbergerinnen und Kronberger müssten ernst genommen und in die weiteren Prozesse eingebracht werden. Die SPD halte es gerade in der derzeitigen Situation für wichtig, die einzelnen Planungs- und Entscheidungsschritte für die Öffentlichkeit und besonders die betroffenen Anlieger transparent darzustellen und zu diskutieren.