Fünf Monate nach der Stadtverordnetenversammlung im Dezember 2018: Kein Fortschritt am Bahnhof Kronberg

Veröffentlicht am 24.05.2019 in Kommunalpolitik
Bahnhofsgebäude Kronberg
Bahnhofsgebäude Kronberg, (c) By Karsten Ratzke [CC0], from Wikimedia Commons

Die SPD fragt: Wann geht es endlich am Bahnhof los? Kommen das versprochene Reisezentrum und der Bäcker?

Am 13. Dezember 2018 hat sich die Stadtverordnetenversammlung mit einer knappen Mehrheit von 18:15 Stimmen gegen das umsetzungsreife und den Ansprüchen der Bürger voll genügende Konzept von Unser Bahnhof GmbH & Co.KG und für die Vorstellung der Real KG entschieden.

Die Rahmenbedingungen für die Umsetzungsfähigkeit des Konzeptes der Real KG waren zu diesem Zeitpunkt allerdings noch nicht endgültig geklärt.

Daher deutete die SPD schon in der Stadtverordnetenversammlung am 13. Dezember 2018 auf die städtebauliche Bedeutung für das gesamte Quartier hin, welches ein Höchstmaß an Transparenz erfordere. Außerdem wies sie auf die notwendigen Klärungen der baulichen und rechtlichen Bedingungen für das Konzept der Real KG hin. „Dadurch ist mit einem Zeitverlust von mindestens einem halben Jahr zu rechnen“, warnte  Andrea Poerschke, stellvertretende Vorsitzende des Ausschusses für Stadtentwicklung und Umwelt in der Stadtverordnetenversammlung. Sie sah zudem Schwierigkeiten mit Aspekten der Denkmalpflege. Denn der Einbau des Reisezentrums und der Bäckerei, wird, wie im Konzept der Real KG vorgestellt, aufgrund der notwendigen Größen in die Wartehalle hineinragen und die Halle damit in ihrer originären Form und Gestaltung beeinträchtigen.

Diese und weitere Argumente, wie z. B. der Bau eines Prismendachs statt eines begrünten Platzes, wie im Alternativkonzept vorgesehen, und die Fraglichkeit der Sanierung des alten Bahnsteigdachs spielten im Dezember letzten Jahres für die 18 Stadtverordneten von KFB, FDP und Teilen der CDU und der Grünen bei ihrem Votum für die Real KG bedauernswerterweise keine Rolle.

Die SPD-Fraktion hat am 28.12.2018 angekündigt, im Interesse der Bürgerinnen und Bürger und der Stadt die weiteren Verhandlungen zum Bahnhofsgebäude mit dem ausgewählten Vertragspartner der Stadt kritisch und konstruktiv zu begleiten.

Daher stellt die SPD nun, ein knappes halbes Jahr später, an den Magistrat öffentlich folgende Fragen:

  1. Welche Fortschritte sind bei den Verhandlungen bis heute erzielt worden?
  2. Haben bereits Gespräche zwischen der Real KG und der Denkmalpflege auf der Grundlage des Konzeptes stattgefunden, und ist dies, wie in der STVV am 13. Dezember vorgestellt, mit Bäckerei, Minimarkt und Reisezentrum so umsetzbar?
  3. Liegt eine Stellungnahme der Denkmalbehörde zu der geplanten Nutzung vor?
  4. Ist eine Präzisierung der gesamten Planung der Real KG vorgestellt worden? Liegen entsprechende Zeichnungen vor?
  5. Konnte inzwischen von der Real KG ein Betreiberkonzept inklusive Betreiber/Gastronom genannt werden?
  6. Gibt es einen Planungsstand zu dem sogenannten „Bürgerpavillon“ (offene Dachkonstruktion)?  Welche Materialien sollen Verwendung finden?
  7. Ist sichergestellt, dass das unter Denkmalschutz stehende Bahnsteigdach saniert wird?
  8. Gibt es eine Fortführung des Kiosks und mit welchem Betreiber?
  9. Hat die Zusage Bestand, dass sich die Real KG an den Kosten der Gestaltung des Außengeländes beteiligt?
  10. Sind Fristen gesetzt worden, bis wann die oben genannten Punkte zu klären sind?
  11. Wann ist mit dem Baubeginn bzw. der Fertigstellung zurechnen?

„Es ist außerordentlich bedauerlich, dass sich entgegen den Darstellungen der CDU, sie wolle die Entwicklung des Bahnhofsgebäudes durch das beschlossene Verfahren auf keinen Fall verzögern, genau dies nun einzutreten scheint. Es ist derzeit nicht erkennbar, wann es beim Bahnhof endlich wirklich vorangeht,“ so Wolfgang Haas, stellvertretender Fraktionsvorsitzender der SPD in der Stadtverordnetenversammlung.

All dies ist nicht im Interesse der Kronberger Bürgerinnen und Bürger, die das Hotel und den Kammermusiksaal wachsen sehen, während der Bahnhof weiter verwahrlost. Letztlich wird sich dadurch die Gestaltung und Fertigstellung des Bahnhofsvorplatzes verzögern und damit der heruntergekommene Zustand des städtischen Entrées am Bahnhof immer weiter verlängert.

„Für diese Politik gibt es von den Bürgern nur Kopfschütteln! Und das zu Recht“, kommentiert der SPD-Fraktionsvorsitzende Christoph König.

Die SPD-Fraktion

in der Stadtverordnetenversammlung der Stadt Kronber

 

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