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Unser Wahlprogramm

Stadtentwicklung

Stadtentwicklung

Für eine soziale und lebendige Stadt Kronberg –Veränderung als Chance
Zur Sicherung der Zukunftsfähigkeit unserer Stadt ist es unverzichtbar, erkennbare gesell­schaftliche und wirtschaftliche Veränderungen aufzugreifen. Dazu zählen der prognostizierte Rückgang der Bevölkerung, der demografische Wandel, ein verändertes Umweltbewusstsein und die deutlichen Anzeichen eines Klimawandels. Die Globalisierung und Digitalisierung der Wirtschaft machen auch vor unserer Stadt nicht Halt. Die Annahme dieser Herausforderun­gen ist unumgänglich, wenn wir Schritt halten und als Kommune wettbewerbsfähig und handlungsfähig bleiben wollen. Damit stellen wir uns der Frage: Welche Bürgerschaft wollen wir in Kronberg sein? Heute, in 5 oder 10 Jahren – dieses Thema greifen wir aktiv auf, anstatt es einer willkürlichen Entwicklung oder dem Markt zu überlassen.
 

Bezahlbarer Wohnraum

“Soziale Stadt“ heißt für uns u. a., eine sozial ausgewogene Bevölkerungsstruktur zu erhal­ten und die damit verbundenen Bedarfe an Wohnraum zu sichern. In Kronberg besteht im mittelpreisigen Wohnsegment aktuell ein erheblicher Mangel, der sich durch den Wegfall der Sozialbindung für zahlreiche Wohnungen noch verschärfen wird. Deshalb müssen wir in Zusammenarbeit mit geeigneten Wohnbauträgern bezahlbaren Wohnraum für Menschen im mittleren und unteren Einkommenssegment schaffen.

Dies betrifft insbesondere Beschäftigte in sozialen Einrichtungen (Kindertagesstätten, mobile oder stationäre Altenbetreuung). Aber auch die hier ansässigen (und teilweise traditionsrei­chen) Unternehmen benötigen in Zeiten knapper werdender Personalressourcen ebenfalls einen angemessenen und bezahlbaren Wohnraum für ihre Beschäftigten. Die hierfür erfor­derlichen Grundstücke in städtischen Besitz stehen beispielsweise am Bahnhof („Gleis 3“) oder im Entwicklungsgebiet „Grüner Weg“ zur Verfügung. Bezahlbarer Wohnraum – das ha­ben unsere „Dialogveranstaltungen“ ergeben – kann nur dann entstehen, wenn die Stadt die in ihrem Besitz befindlichen Grundstücke einem (gemeinnützigen) Wohnungsbauträger zu günstigeren Konditionen zur Verfügung stellt und sich im Gegenzug langfristige Belegungs­rechte sichert.

Auch der Verantwortung für die Integration von Flüchtlingen können, wollen und müssen wir uns stellen. Diese kann nur gelingen, wenn über die Sammelunterkünfte hinaus auch für diese Mitbürger ein angemessenes Wohnraumangebot in Kronberg entsteht.

Unsere Stadt braucht junge Menschen im Ehrenamt, um das Gemeinwesen lebendig zu hal­ten. Offenkundig wird das bei der Leistungsfähigkeit der Feuerwehr, deren Einsatzmöglich­keiten von ehrenamtlich tätigen, jungen Menschen abhängen, die in Kronberg arbeiten und leben. Die örtlichen Wehren werden nämlich vor allem von jungen Handwerkern getragen, die auch tagsüber für Einsätze zur Verfügung stehen. Das gilt aber genauso für die vielen Vereine und andere Gruppierungen in der Stadt – von den Musikgruppen, über die sozial und karitativ engagierten Vereine bis hin zur Kommunalpolitik. Sie alle sind es, die Kronberg ausmachen. Um diesen Menschen, die all diese Aktivitäten tragen, eine Wohn- und Ent­wicklungsperspektive in unserer Stadt bieten zu können, sind wir geradezu verpflichtet, be­zahlbaren Wohnraum bereitzustellen. Deshalb setzt sich die SPD dafür ein, behutsam aber zielgerichtet mit dem Bau von bezahlbaren Wohnungen im Geschosswohnungsbau - in ver­träglichen Einheiten eingestreut in das Stadtgebiet - die Voraussetzungen dafür zu schaffen, dass Kronberg auch in Zukunft eine lebendige Stadt sein kann. Es bietet sich zudem die Chance, der steigenden Nachfrage nach generationsübergreifenden und auch barrierefreien Wohnraum gerecht zu werden.

Dem Wegfall der Sozialbindung bei alleine 53 Wohnungen bis zum Jahr 2017 können wir nicht tatenlos zusehen, sondern müssen mit geeigneten Maßnahmen entgegen wirken. Trotz angespannter Haushaltslage werden wir dafür eintreten, dass die Stadt mit den gemeinnüt­zigen Wohnungsbaugesellschaften über den Fortbestand der Sozialbindung verhandelt.

Zukunftsfähiges Sportflächenkonzept als Teil der Stadtentwicklung

Die drei Kronberger Fußballvereine leisten mit ihrem Angebot für Kinder und Jugendliche gemeinsam mit vielen anderen Kronberger Vereinen und den Hilfsorganisationen einen wichtigen Beitrag für das soziale Leben in unserer Stadt. Unter maßgeblicher Beteiligung unseres ehrenamtlichen Sportdezernenten Klaus Georg Pfeifer wurde deshalb in enger Ab­stimmung mit den beteiligten Vereinen ein zukunftsfähiges Sportflächenkonzept entwickelt, das der SG Oberhöchstadt bei Umnutzung ihres jetzigen Sportgeländes eine neue attraktive Sportanlage am Gelände der Altkönigschule bietet. Für die Sportanlage des EFC Kronberg am Waldschwimmbad ist im Rahmen dieses Konzeptes die Erneuerung des Kunstrasenplatzes vorgesehen. Im Zuge der Detaillierung der Planungen sind insbesondere noch Lösungen für das wegfallende Vereinsheim der SGO am neuen Standort unverzichtbar.

Die steigenden finanziellen Belastungen der Kommune für die Sportflächenunterhaltung, die bestehenden Sanierungsbedarfe an den verschiedenen Sportanlagen, aber auch der Bedarf an Entwicklungsflächen für neuen Wohnraum machen diesen Weg aus unserer Sicht nötig. Die Stadtverordnetenversammlung hat im Dezember 2015 eine Grundsatzentscheidung über die weiter zu verfolgende Entwicklungsvariante getroffen.

Die Umsetzung des Sportflächenkonzepts eröffnet aus Sicht der SPD wichtige Perspektiven für unsere Stadt: An der Altkönigstraße kann mittelfristig ein Wohngebiet entwickelt wer­den, in dem auch Flächen für geförderten Wohnraum ausgewiesen werden. Mit den Erlösen aus dem Flächenverkauf erhält die Stadt darüber hinaus die Möglichkeit, trotz der ange­spannten Haushaltslage in neue und zeitgemäße Sportstätten zu investieren. Die SPD wird dafür eintreten, dass Teile des Verkaufserlöses des jetzigen Sportgeländes an der Altkönigs­traße dafür genutzt werden, dass die städtischen Immobilien „Haus Altkönig“ und „Taunus­halle“ saniert werden, so dass alle Stadtteile von dieser Entwicklung profitieren.

Lebendiges Handwerk und Unternehmertum

Kronberg lebt durch die hier ansässigen Unternehmen, Handwerksbetriebe und Dienstleis­ter. Dabei sind nicht nur die Gewerbesteuereinnahmen für Kronberg überlebenswichtig, sondern auch die ortsnahe Versorgung von Stadt und Bürgern mit Dienstleistungen und sonstigen Angeboten. Mit ihrem Arbeitsplatzangebot leisten diese Unternehmen darüber hinaus einen wichtigen Beitrag für Beschäftigung, private Einkommen und öffentliche Ein­nahmen. Um im Wettbewerb mithalten zu können, müssen sich diese Unternehmen auswei­ten können. Deshalb liegt das besondere Augenmerk der SPD auf der intelligenten Nutzung der begrenzten Flächenpotentiale in Kronberg. Neben einer „Revitalisierung“ des Gewerbe­gebiets „Oberhöchstadt Süd“ und Verhandlungen mit der Stadt Eschborn über Gemarkungs­arrondierungen muss in diesem Zusammenhang auch über eine stadtbildverträgliche Aus­weitung der Gewerbeflächen nachgedacht werden, die mit einer Ergänzung des „Regionalen Flächennutzungsplans“ einhergehen muss.

 


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