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Kronberg Update März 2017

Wohnung? Verzweifelt gesucht.

Für die Lebensfähigkeit unserer Stadt ist es wichtig, dass auch Menschen, die nicht viel
Geld verdienen, in Kronberg wohnen können: Menschen, die hier arbeiten oder von einer
größeren Wohnung oder einem Haus in eine kleine Wohnung umziehen möchten (wenn die
Kinder aus dem Haus sind, Partner sich trennen oder sich die Einkommenssituation
verändert hat, etwa durch den Renteneintritt). Mit diesem und zwei weiteren wichtigen
Themen werden wir an den neuen Ersten Stadtrat Robert Siedler herantreten: Die
Errichtung einer neuen Sportstätte für die SGO und die Umwandlung der alten Spielflächen
in Bauland für Wohnungen. Und der dringende Bedarf an größeren Gewerbeflächen, um die
Lebensfähigkeit unserer Stadt mittel- und langfristig zu sichern.

1. Mietwohnungen für Gering- und Normalverdiener sind Mangelware.

In Kronberg fehlen kleine und mittlere Wohnungen – und damit Lebensraum für Menschen, die
hier arbeiten, sich aber die hohen Quadratmeterpreise für eine Miete oder gar ein Eigenheim nicht leisten können. Und es fehlt Wohnraum für Menschen, die sich wohnraummäßig verkleinern
wollen, aber weiterhin hier leben möchten und seit Jahren vergeblich eine kleine Wohnung
suchen. Es fehlen bezahlbare Mietwohnungen für Menschen mit einem geringen bis
Durchschnitts-Einkommen wie Erzieher/innen, Handwerker, Pflegekräfte, Angestellte.
Bezahlbare Mietwohnungen: Bausteine für die Lebensfähigkeit unserer Stadt.
Denn diese Menschen sind es, die sich in Vereinen, in Schulen und Kindergärten, in der
Freiwilligen Feuerwehr engagieren. Nur wer vor Ort lebt, setzt sich für die Gemeinschaft ein.
• Ein junger Handwerker, der erst im Hintertaunus oder Westerwald eine bezahlbare Wohnung
findet und jeden Tag 30 bis 50 km pendeln muss, wird sich dort, wo er wohnt, bei der
Feuerwehr oder in Vereinen engagieren.
• Eine Erzieherin, die Bus und Anschlusszüge erwischen muss, wird spätnachmittags nicht im
Notfall eine halbe Stunde länger bleiben, wenn z.B. die Eltern sich beim Abholen einmal
verspäten.
• Langjährige Kronberger Vereinsmitglieder werden ihren Verein verlassen müssen, wenn sie
gezwungen sind, wegzuziehen.
Der oft unfreiwillige Wegzug ist der Hauptgrund für den fehlenden Nachwuchs in den
Vereinen und eine ausgewogene Sozialstruktur in unserer Stadt.
Deshalb ist die Schaffung von bezahlbarem Wohnraum für Gering- und Normalverdiener ein
zentraler Baustein in der Stadtentwicklung. Bauflächen für bezahlbaren Wohnraum kann die Stadt auf eigenen, städtischen Grundstücken zur Verfügung stellen: dem gerade in Entwicklung
befindlichen Quartier am Bahnhof und im Bereich Grüner Weg, für den aber erst noch ein B-Plan
erarbeitet werden muss.
Wie mehr Wohnraum und alternative Wohnformen geschaffen werden können, ist eines der beiden ersten Themen, mit denen die SPD an den neuen Ersten Stadtrat herantreten wird.

2. Entwicklungsfläche Oberhöchstadt.

Die Entwicklung des neuen Sportgeländes für die SG Oberhöchstadt ist eine weiterer
Schwerpunkt für die SPD: damit der Verein – gerade auch für Kinder und Jugendliche – eine gut
und uneingeschränkt nutzbare Spiel- und Trainingsfläche bekommt. Durch die Freisetzung des
alten Spielgeländes entsteht eine weitere Entwicklungsfläche für Wohnungsbau. So ergibt sich
eine echte Win-Win-Situation.

3. Dem Gewerbe eine Chance.

Das dritte Thema ist die Suche und Ausweisung von Flächen für größeres Gewerbe. Seit Jahren
interessieren sich Unternehmen für den Standort Kronberg, doch die Stadt muss sie mangels
genügender Flächen ziehen lassen – und damit auch lebenswichtige Gewerbesteuereinnahmen,
die Kronberg braucht, um die Einnahmesituation der Stadt langfristig zu verbessern. Dazu müssen
vorhandene Flächen gegebenenfalls neu überplant und nach Erweiterungsflächen gesucht
werden.
Die SPD wird mit der Stadt Kronberg und Herrn Siedler daran arbeiten, Gewerbetreibenden
Ansiedelungsmöglichkeiten zu eröffnen.
Pressemitteilung vom 06.03.2017 / Gabriela Roßbach, Pressesprecherin